21. September 2014

Es gab mal eine Zeit...

...da war bloggen ganz neu.

Und alle internet-affinen Leute wollten einen eigenen Blog starten und die Chance Nutzen, der Welt etwas mitzuteilen. Endlich gab es diese tolle einfache Möglichkeit alle zu erreichen.
Vieles lernt der Mensch auf spielerische und experimentelle Weise - und so war es gut, auch hier einmal anzufangen. Anfangen ohne zu viele Barrieren aufzutürmen.
Auch mich hat es gepackt und ich habe mir diesen Blog eingerichtet.

Inzwischen hat sich vieles relativiert. Blogs sind im Hype-Cycle inzwischen auf einer akzeptierten Höhe angekommen und haben ihren Platz gefunden. Vieles aus dem ersten Hype hat sich konsolidiert.
Ich habe mittlerweile über mich gelernt, dass es in mir kein großes Bedürfnis gibt, regelmäßig Inhalte zu publizieren, die der Welt einen Mehrwert bringen könnten. Und so sieht mein Blog nun heute so aus, wie er aussieht: Vereinzelte Einträge ohne Relevanz.
Zum Teil fehlen Inhalte: Bilder die ich über einen anderen Dienst, den es mal gab (Posterous) veröffentlicht habe, sind mit dessen Schließung nicht mehr verfügbar. Ein gutes Beispiel, das auch im Netz nicht unbedingt immer alles für die Ewigkeit ist, wie man glauben mag.

Macht nichts. Ich habe diesen Blog und ich lass ihn mal am Leben fürs erste.
Vielleicht verändern sich die Dinge ja doch noch eines Tages. Wer hier reinschaut, wird es erleben.

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10. April 2011

Frühling, du wunderbare Zeit...

Jedes Jahr um etwa die gleiche Zeit, erfasst mich erneut die Begeisterung. Der Frühling ist da. Nach langem Grau, endlich blüht es in allen Farben, wächst und sprießt, vermittelt die Kraft der neuen Saison.

Ich muss dann einfach zur Kamera greifen, durch den Garten schleichen und die jungen Triebe und die frischen Blüten fotografieren. Ja, auch wenn sie wieder aussehen, wie im letzten Jahr. Und auch wenn sie uns schon in ein paar Wochen wieder so ganz normal und alltäglich vorkommen werden.

Also schnell das Makroobjektiv auf die Kamera, die Blende weit auf, damit alles so schön im weichen Bokeh versinkt - und hoffnunglos der Romantik hingeben...

 

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15. Oktober 2010

Ich habe hier lange nichts geschrieben!

Direkt hier und nur für dieses Blog schon sehr lange nicht.
Das eine oder andere wurde automatisiert hier mitveröffentlicht. Aber mehr auch nicht.

Es liegt wohl daran, dass ich keinen Focus habe, auf Inhalte, die die Welt von mir unbedingt erfahren müsste. Kein Konzept. Keine Kommunikationsstrategie. Dieser Blog ist eher eine Art Beruhigung für den rastlosen Techi-Geist in mir. Gut zu wissen, dass ich einen Kanal hätte, wenn ich ihn bräuchte.
Das gleiche Muster, wie es sich bei meiner Begeisterung für die Großstadt findet. Gut zu wissen, dass man 100 Kinos und 50 Theater zu Auswahl hätte, wenn man etwas schauen wollte. ;-)

Aber, positiv betrachtet: Das Gute an einem verwahrlosten Blog ist, dass es keine feste und große Leserschaft hat, die enttäuscht ist, wenn sie nicht regelmäßig mit Ergüssen gefüttert wird. Also kann ich hier schreiben was ich will, es bleibt weitgehend unentdeckt. Privat inmitten der Öffentlichkeit.
Da drängt sich mir schon wieder der Großstadtvergleich auf. Alle sehen Dich an in der U-Bahn und haben dich Minuten später wieder vergessen. Im Grunde kannst Du Dir ungeniert in der Nase bohren dabei, wenn Du nur die paar Sekunden der angewiderten Blicke erträgst. ;-)

Ich bin ein bisschen traurig heute. Eine Verabredung ist geplatzt, bzw. nicht zustande gekommen. Und eigentlich wegen nichts. Wegen Missverständnissen, Kommunikationsungeschicklichkeiten. Das hätte nicht sein müssen.
Naja. Man lernt nie aus. Das Leben hält immer weiter Lehrstücken für einen bereit.
Wer weiß, wofür es gut ist. Manches erfährt man wohl erst in der nächsten Reinkarnation. :)))

So, jetzt lasse ich mein geblubber wieder sein und höre auf, weiter Bits und Bytes zu vergeuden...
Bis bald, Tom

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23. Juni 2010

Ein Bild und das Gefühl dazu ...

Neulich in Berlin.

Auf meinem Rückweg vom CSD.
Nach vielen sonnigen Stunden, plötzlich ein heftiger Schauer.
Und ich unterwegs in den kleinen Seitenstraßen des Prenzlauer Bergs,
meiner all time Lieblingsgegend überhaupt!
Kräftiger Regen, nasses Kopfsteinflaster
und dann reißt der Himmel auf und das Licht bricht wieder durch.
Ein Gefühl von Schönheit, von Vertrautheit, von Zuhausesein übermannt mich.

Meine beiden Omas haben im Prenzlauer Berg gewohnt.
Dort bin ich schon als Kind mit der U-Bahn hingefahren,
habe diesen alten Bezirk mit seinen Straßen und Häusern eingeatmet.
Ein Bezirk, ständig im Wandel und doch auch so konstant.
In einigen schön renovierten Straßen wohnen heute viele Zugezogene.
Auch sie fühlen sich scheinbar angezogen von der Magie dieser Gegend.
Und obwohl sie nicht "von hier" sind - und einiges am liebsten an ihre 
Heimatgewohnheiten angepasst hätten,
haben sie es nicht geschafft, das alte Flair ganz zu vertreiben. 

Für mich nach wie vor ein wunderbarer Fleck auf dem Globus.
Für Euch womöglich nur ein langweiliges Straßenbild. ;-)

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24. Mai 2010

Durch Feld und Flur in Westphalen. Pfingstspaziergang in Bildern.

Pfingsten.
Sommerliches Wetter.
24°C und mehr.
Blühender Raps.
Saftiges Grün.

Endlich kam dann mal alles Gute zusammen:
Die Zeit, 
die Lust nach Kaffee und Kuchen sich draußen zu bewegen,
die richtige Umgebung,
wundervolles warmes Wetter.

Genießen und Kraft tanken.

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11. Mai 2010

Mein Freund, der Baum ... :)

Sind Bäume nicht spannend?
All zu oft läuft man achtlos an ihnen vorbei, weil sie einfach nur so scheinbar langweilig in der Gegend herum stehen.
Aber wenn man sie einmal betrachtet, wenn man es einmal schafft inne zuhalten und ihnen den Blick und auch die Gedanken zu zuwenden, dann erkennt man den ganzen wunderbaren Individualismus eines jeden einzelnen Exemplares, sieht die Spuren, die die Zeiten hinterlassen haben, die abgebrochenen Äste, die Narben in der Rinde, die Biegungen zum Licht.
Und ich bin nicht der erste, der sich dabei die Frage stellt, was dieser Baum wohl schon alles "gesehen" und "erlebt" haben muss, an eben diesem Fleck der Erde, an dem er steht. Die unzähligen Wetter, das Licht des Tages und der Nacht, die Menschen und Tiere, die um ihn geschlichen sind, sich an ihm gerieben haben, vielleicht in seinen Ästen ein Nest bauten.
Eine Fülle des Lebens im Detail, an der wir meist achtlos vorrüber gehen. 

Klar. Wir können ja auch nicht an jedem Baum stehen bleiben und träumen.
Aber ab und an kann es gut tun und so etwas wie Erdung oder Besinnung auf das Ursprüngliche mit sich bringen. 
Und das tut gut. So ging es mir auch, auf diesem Spaziergang neulich, als ganz nebenbei diese beiden Bilder entstanden.

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19. April 2010

Blogger - Ärgernis

Okay, okay, ich bin ein Selten-Blogger. Nur gelegentlich finden Gedanken aus meinem Kopf den Weg in die große weite Welt.
Ich weiß nicht, warum das so ist. Wo doch den ganzen Tag so viele Gedanken durch meinen Kopf strömen, ich so viele interessante Dinge aufnehme.
Vielleicht gerade deshalb. Manchmal denke ich, ich habe so ein internes Prinzip der Datensparsamkeit verinnerlicht. Irgendetwas hält mich streng davon ab, das Rauschen in den Weiten des Netzes über Gebühr zu erhöhen.

Aber davon mal abgesehen, liebe ich diese ganze Netz- und Informationswelt, mit all Ihren kleinen und großen Geheimnissen, die es ständig zu entdecken gilt. Und ich liebe es auch, dass ich mich ausdrücken kann, wenn und wann ich will.

Irgendwann, vor ein paar Jahren, habe ich mir dazu "Blogger" als Werkzeug ausgesucht. Das war zu einem Zeitpunkt, der noch vor dem Google-Erwerb lag. Zwei Dinge fand ich damals sehr charmant, die ich auch heute noch schätze:

  1. Die Möglichkeit das Layout meines Blogs über ein einfaches Template komplett selbst bestimmen zu können!
    Ein bisschen CSS, ein bisschen HTML und 2 Hände voll spezieller Blogger-Variablen. Javascript, wo Bedarf - ist auch möglich.
    Wunderbar einfach und schnell, wenn man - wie ich, mit diesen Dingen ein wenig vertraut ist. Auf Serverinstallationen, SQL-Datenbanken kann man verzichten und hat trotzdem alles bei sich.

    Genau das hat mich an anderen Anbietern immer genervt. Fertige Themes und Widgets zum zusammenklicken, aber nie sah etwas so aus, wie ich es mochte oder funktionierte in der Weise, wie ich es mir vorstellte.

  2. Die Veröffentlichung meines Blogs per FTP auf meinem eigenen Webspace. Eine alte einfache und doch so geniale Technologie. Das ganze Blogger-Dingens spuckt meinen Blog im fertig zusammen gerenderten HTML aus und pustet ihn einfach in ein beliebig vorzugebendes Verzeichnis meines Webspaces, wo ich es mit anderen statischen Inhalten zusammenfügen und als ganze Webseite präsentieren kann. Voilá.


Und nun kommt's!
Das Ägernis.
Und zwar Dicke!

Blogger stellt den FTP-Service ein, zum 1. Mai 2010!
Begründung:
"...FTP remains a significant drain on our ability to improve Blogger..."
"...critical infrastructure that our FTP support relies on at Google will soon become unavailable, which would require that we completely rewrite the code that handles our FTP processing..." und das lohnt sich nicht, aus Googles Sicht. Basta.

Die angebotenen Alternativen sind: Blooger-Hosting, also den Blog unter einer *.blogspot.com url wiederfinden oder alternativ eine eigene Subdomain für den Blog anlegen und diese auf die Googleserver umbiegen.
Beides nicht das, was es mal war.

Und auch um die individuellen Vorlagen scheint es nicht gut bestellt. In einem der Blogger-Foren las ich so sinngemäß: ... die individuellen Vorlagen (sie nennen das irgendwie anders) werden vorerst noch erhalten bleiben. Nachtigall ich höre Dich trapsen.

Wenn die ganzen "Erneuerungsmaßnahmen" dann durchgezogen sind, ist Blogger so eine langweilige Blogging-Plattform, wie alle anderen auch. Ich muss mich um nichts mehr kümmern (und kann es leider auch nicht), suche mir irgendeine Vorlage (Theme) aus einem Pool aus, wähle vorgefertigte Widgets für die Seitenspalten, habe eine häßliche Blogger Top-Leiste, die ich nicht mehr entfernen kann und bin einer von 95% der Mit-Allem-Zufrieden-Blogger.
Denn Blogger sagt: ... only 5% of active blogs are published via FTP ...

:-(

Natürlich verstehe ich, dass hier Fragen der Wirtschaftlichkeit nicht außer Acht gelassen werden können, noch dazu bei einem Service, der for free angeboten wird.
Und doch finde ich es schade und ärgerlich.
Weil ich selbst betroffen bin, aber auch, weil wieder etwas auf einen durchschnittlichen Massenbedarf zugeschnitten wird.

Damit ist dies vermutlich der letzte Artikel, der noch per FTP auf meinem Webspace veröffentlicht wird. Ist ja auch was Besoderes! :-)

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