1. Juni 2007

Ein Zaun zum Diskutieren!

Das Bloggen ist so eine Sache.

Irgendwie finde ich es total spannend,
user generated content - verändert die Welt!

Aber einem doch eher introvertierten Typ gelingt es eben nur schwer ein nötiges Mitteilungsbedürfnis zu entwickeln. Das Lesen einer kleinen Sammlung anderer interessanter Blogs ist da schon einfacher. Nun müßte man dort eigentlich kommentieren - aber auch das fällt dem Introvertierten nicht leicht. "Wen interessiert schon Dein Senf ?" und ähnliche Gedanken drängen sich sofort auf.

Zur Zeit kann man überall über den Zaun lesen. DEN Zaun für 12 Millionen € usw...
Und das die G8 Gegner nun nicht so demonstrieren können, wie sie gerne wollen. Und das die Polizisten nicht so schützen können, wie sie gerne wollen. Die Gegner müssen klagen, die Polizei muß in Berufung gehen, die Gegner nun noch eine Instanz weiter.

Und ich lese über diese ganze Aufregung und ertappe mich dabei, dass es mich garnicht aufregt. Ich fange an mir Sorgen zu machen. Bin ich nicht normal? Bin ich unterkühlt oder hoffnungslos abgestumpft?
Ich sitze da, lese all diese Texte und habe Verständnis für beide Seiten.
Wie ist das möglich?
Wenn doch beide Seiten einfach nur Verständnis für einander hätten, denke ich. Dann würde das alles entspannter ablaufen.

Ich denke, letztlich treffen sich dort lauter in Demokratien gewählte Volksvertreter und reden über Weltprobleme. Und nicht aus irgendwelchen Demokratien, aus den besten die wir haben. Ich meine - nicht das die perfekt wären, aber es gibt Hunderte von Ländern, die viel ungerechter zu ihren Staatsvertretern gekommen sind.
Und ja, sie werden nur reden, ohne das viel dabei heraus kommt. Aber immerhin, sie werden reden, nicht schießen. Reden ist ein guter Anfang, vergessen wir das nicht.

Und die Globalisierung - der schwarze Teufel! Sind Blogger nicht auch globalisiert? Wollen Grüne nicht auch die GANZE WELT retten, so ganz global den CO2-Ausstoß verbieten, egal ob das entwicklungsmäßig möglich ist oder nicht? Ja, ich weiß, natürlich nicht alle. Und alle Porbleme sind sehr viel differenzierter zu betrachten. Und was ich schreibe, ist eh zu platt und oberflächlich.

Und ja, ich glaube Unmut muß auch zum Ausdruck gebracht werden können. Ich finde es zwar nicht wichtig ob 3km vorm Zaun oder 500m vorm Zaun - aber gut.
Haben nicht gerade die Blogger viel subtilere Waffen in der Hand, als hinter Zäunen zu krakelen?

Viel netter finde ich da die humoristische Herangehesweise der FTD-Redakteure, die diesen Zaun einfach mal zum Anlass für einen neuen Text zum alten Hit "Maschendrahtzaun" genommen haben.

Aber gut. Ich schreibe hier in meinen ungelesenen Blog einfach mal meine Parole zu diesem Thema:

COOL DOWN - auf welcher Seite des Zaunes ihr auch stehen mögt!

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