19. Mai 2008

Social Communities und mein Problem

Tom,
das bin ich,
Jahrgang 63,
also im besten Web 2.0 - Sinne "nicht mehr ganz frisch",
findet den kommunikativen Austausch via Internet unheimlich spannend!

Es fasziniert mich, die Entwicklung des Internets von Anfang an mit verfolgt zu haben und jetzt die Öffnung Richtung "Mitmach-Web", "Web 2.0" ... zu sehen und zu erleben.

Meine persönlichen Mitmach-Erfahrungen starteten schon vor Jahren mit "Boards", "Foren", "Chatrooms", "Instant Messaging" und gehen heute weiter über "RSS-Feeds", "Blogs" und "Communities". All diese Tools, Mittel und Wege bieten die wunderbare Möglichkeit auf Knopfdruck mit der ganzen Welt zu kommunizieren, mit Freunden in Kontakt zu bleiben, sich zu Lieblingsthemen bequem up-to-date zu halten und selbst der Welt ein wenig von der eigenen Kreativität abzugeben.

Allerdings stoße ich dabei mit meinem Enthusiasmus schnell an Grenzen. Was ist das Problem?
Ich stelle fest, viele meiner Bekannten und Freunde sind (verwunderlicher Weise) in meinem Alter. Und diese lieben Zeitgenossen besitzen leider längst nicht diese (meine) Affinität zum Internet und zu den neuen Möglichkeiten des Web 2.0.

Sie wollen nicht instant erreichbar sein - und so also auch nicht zu meinen Messenger-Kontakten werden. Sie wollen sich kein Xing- / Facebook- / Myspace- / StayFriends- oder sonstwas für ein Profil anlegen und sich dort vernetzen. Sie schreiben ihr Leben nicht in einem Blog nieder und mögen auch nicht meine Eindrücke kommentieren.
Ein E-Mail ab und zu, das geht wohl bei den meisten (und auch längst nicht allen) Mitvierzigern mittlerweile. Aber das ist schmale Kost, für einen Netz-Nomaden. :-)

Meine Kinder werden es schon nicht mehr verstehen oder nachempfinden können, wie es war, ein Leben ohne Internet. Wahrscheinlich so schwierig vorzustellen, wie für mich ein Leben vor dem Telefon oder sogar vor dem Buchdruck.

Also: Wer vernetzt sich mit mir?

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