22. März 2009

Privat und Öffentlich - Getrennt oder Zusammen?

  • Wieviele Aspekte eines modernen Lebens sollten ein Recht auf Eigenständigkeit bekommen?
  • Bin ich eine Einheit oder bin ich viele Facetten?
  • Wie ist das im Auge meines Betrachters?
  • Brauche ich verschiedene Profile in den verschiedenen Diensten, um jedem Aspekt gerecht zu werden?
  • Ist es Service gegenüber verschiedenen Interessengruppen, wenn ich meinen "Livestream" aufsplitte, in die unterschiedlichen Aspekte?
    Immerhin verschone ich die einzelnen Audienzen dann mit (für sie) belanglosem Rauschen.
    Oder obliegt es dem Rezipienten der modernen Informationswelt, sich die entsprechenden Filter zu bauen, um aus dem rauschenden Universum die eigenen Interessen herauszufiltern?
  • Sind meine einzelnen Zuhörer (-schauer, -leser, ...) einem komplexen Gesamtbild gewachsen? Ist der Personaler von Morgen darüber erhaben, dass sein neuer Kandidat neben rein fachlichen/beruflichen auch andere Interessen hat, seine Persönlichkeit auch weitere Aspekte in sich trägt?
    Wird es eines Tages wunderlich sein, wenn man über einen Kandidaten keine Partybilder in SchülerVZ oder ähnlichen Social Networks findet? Wird es nach einem manipulierten Selbstbild aussehen?


Ich erwische mich zunehmend dabei, wie sich meine Einstellung dazu ändert.
Mit der Vielzahl der Plattformen, der Zunahme der Kommunikationskanäle denke ich immer stärker, es fügt sich alles in einem einzelnen Leben (meinem) zusammen, so können sich auch alle meine Gedanken in einem Blog wieder finden. Mein Gezwitscher in einem Twitteraccount landen, usw.
Oder ist es mir nur zuviel, unterschiedliche Ströme für unterschiedliche Themen aufrecht zu erhalten?

Fragen über Fragen. :-)

Ich habe das gute Gefühl, am Ende führt es auch dazu, die eigenen Gedanken und kommunikativen Äußerungen ein wenig zu kontrollieren. Sich selbst etwas mehr zu konzentrieren auf Authentizität und Relevanz.

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